Mastersschwimmer holen zwei Deutsche Meistertitel – 3x Edelmetall bei Masters-DM in Stuttgart4 min Lesezeit

Schwimmen: Am vergangenen Wochenende fanden die 40. Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters „Lange Strecke” in Stuttgart statt. Es gab insgesamt 1.160 Einzelstarts und 115 Staffelmeldungen. Der Ausrichter war der SV Cannstatt, der die Veranstaltung sehr gut organisiert hatte.

Wer nicht live dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit die Wettkämpfe auch per Livestream zu verfolgen, was auch viele Fans und Familienmitglieder genutzt hatten.

Die Wettkämpfe wurden im Sportbad Neckarpark auf der langen 50 Meter Bahn ausgetragen. Aufgrund der großen Anzahl an Meldungen ging die Veranstaltung über drei Tage, von Freitag bis Sonntag.

Teilnahmeberechtigt waren alle Schwimmer/innen ab 20 Jahren. Die Aktiven wurden eingeteilt in die verschiedenen Altersklassen (AK). Z.B. 20-24; 25-29 etc. Es gab sogar Aktive, die in der Altersklasse 90 angetreten sind, was bei den langen Strecken für extrem hohen Respekt sorgte.

Bei den Meisterschaften über die langen Strecken standen alle Strecken in 200 Meter in allen Schwimmarten auf dem Programm, zusätzlich die 400 Meter Lagen und 400, 800 und 1500 Meter Freistil. Dementsprechend waren auch die Staffeln mit 4×200 Meter länger als üblich.  

Die Schwimmabteilung der TSG 1862 Weinheim schickte sechs Aktive zu den Deutschen Meisterschaften, es wurden vier Einzelstarts sowie eine Staffel gemeldet.

Am Freitag war zunächst Uwe Henrich in der Altersklasse 40 im Einsatz. Am Anfang ging er für die 1500 Meter Freistil auf den Startblock. Er teilte sich sein Rennen sehr gut ein. Nach konstanten Rundenzeiten zu Beginn, mobilisierte er weitere Kräfte und konnte ab der Hälfte des Rennens das Tempo deutlich steigern. Am Ende war er mit der Zeit von 20:44,79 Minuten sehr zufrieden und konnte sich über die Bronzemedaille freuen.

Drei Stunden später ging er über die 800 Meter Freistil an den Start. Auch hier konnte er seine Geschwindigkeit konstant halten. Seine Zeit von 10:39,30 Minuten reichten am Ende für den vierten Platz.

Am Samstag Morgen ging Renate Swiczinsky-Kordes in der Altersklasse 70 ins Wasser. Normalerweise eher auf den Kurzstrecken zuhause, versuchte sie sich aber diesmal über die 200 Meter Rücken. Nach gutem Start konnte sie ihre Spitzenposition auf jeder Bahn weiter ausbauen und schwamm in der Zeit von 03:21,34 Minuten zum Deutschen Meistertitel. Damit fügte sie einen weiteren nationalen Titel ihrer erfolgreichen Karriere hinzu.

Ingmar Zacharias startete in diesem Jahr in der Altersklasse 45. Auch er fühlt sich normalerweise eher auf den Sprintstrecken wohl, wagte sich aber diesmal über die 200 Meter Schmetterling. Aus der Vergangenheit wusste er, dass er mit seinen Kräften haushalten muss. Gesagt, getan – er ging die ersten 100 Meter kontrolliert an, hielt aber immer Kontakt zur Spitze. Ab 125 Meter erhöhte er das Tempo und schloss zur Spitze auf. Mit einer guten Wende und anschließender Tauchphase ging er in Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab. Mit seiner Zeit von 02:46,34 Minuten schwamm er zu Gold und dem Deutschen Meistertitel.

Am Nachmittag war für die TSG 1862 Weinheim noch die Männerstaffel im Einsatz über die 4×200 Meter Brust. In der Besetzung Ingmar Zacharias, Andreas Misera, Steffen Arta und Klaus Henrich hatte man in der Alterklasse 200+ gemeldet. In dem langen Rennen gab es mit der Konkurrenz immer wieder Führungswechsel, sodass das Rennen bis zum Ende sehr offen blieb. Die Zeit von 13:17,95 Minuten bedeutete am Ende den vierten Platz.

Insgesamt zwei Deutsche Meistertitel, eine Bronzemedaille und zwei Vierte Plätze sind die Bilanz vom äußerst erfolgreichen Wochenende.

Die Weinheimer Mastersschwimmer bedanken sich beim gesamten Trainerteam für die tolle Vorbereitung. Im Juli findet der nächste Saisonhöhepunkt statt: Die Deutschen Meisterschaften der Masters „Kurze Strecken“ in Gera, bei denen die Masters der TSG 1862 Weinheim erneut auf Medaillenjagd gehen werden.

Titelbild: Renate Swiczinsky-Kordes

Bild: Ingmar Zacharias

Foto: TSG Weinheim

Autor: Uwe Henrich